“Heimat”!? Was bedeutet das eigentlich, und wie nehmen wir dieses Wort wahr? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen lud die JEF Erfurt das Literarische Quintett, fünf ehemalige Studenten aus Jena, nach Erfurt ein.

Am Montagabend ging es los im Unikum auf dem Erfurter Campus. In zwei Stunden wurde hitzigst über vier Bücher gesprochen, die alle in verschiedensten Regionen Europas spielten und ganzunterschiedliche Zugänge zum Thema Heimat erlaubten. “Der Schwerpunkt Osteuropa hat sich dabei aus Zufall ergeben”, meinte Tina Schwabe, eine der “Quintistinnen”. Schön war es zu beobachten wie die Urteile über die Bücher ganz verschieden ausfallen konnten.
“Der Lippenstift meiner Mutter” war zwar für alle ein bewegendes Buch, aber wie dort Heimat gesehen wurde, wie der Bezug zur eigenne Herkunft gedeutet wurde, darüber herrschte dann doch große Uneinigkeit, was die Zuhörer einerseits ermunterte über ihre eigene Wahrnehmung von Heimat nachzudenken, aber auch neugierig auf das Buch machte.
Die JEFerinnen aus Erfurt freuen sich ihr Progrramm auch auf kultureller Ebene erweitern zu können und hatten einen schönen, sehr entspannten Abend in Erfurt. Die unterhaltsam pointierte Diskussionsrunde hat gezeigt, wie verschiedenartig Heimat in Europa wahrgenommen werden kann, aber auch wie sich dieser Begriff durch Zeit und Ort verändern kann.